Interview über Bürohunde

Ulrike & Elisabeth im Interview über Bürohunde

Interview im Hause WEBTIMUM! Kürzlich hatten wir die engagierte Studentin Ulrike Hahn aus Stralsund bei uns zu Gast. Die Bachelorarbeit für ihr BWL-Studium schreibt sie gerade zum Thema „Gestaltung von Arbeitsplätzen und deren Wirkung auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer“. Unter anderem bezieht sie sich dabei auch auf das Thema Bürohunde. Wir freuen uns, dass Ulrike über die Website des Bürohunde e.V. erfahren, dass wir auch einen offiziellen Bürohund haben und uns zu unseren Erfahrungen befragen wollte! 🙂

Erfahrt in diesem kurzen Interview etwas mehr über unseren Teamkollegen Oskar und wie die Zusammenarbeit mit ihm so läuft:

Interview über Bürohunde bei WEBTIMUM

Danke, dass du dich bereit erklärt hast, ein Interview im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit mir zu führen. Zum Anfang würde ich gern etwas mehr über dich und die Firma WEBTIMUM erfahren. Erzähl mir doch, was macht ihr, wofür steht ihr?

Gerne – ich bin gebürtige Greifswaldern und bin, wie so viele, nach dem Abitur erstmal nach Hamburg gegangen, um mich dort im Arbeitsleben ein bisschen auszutoben. Dann hat es mich aber doch zurück nach Greifswald gezogen.
Hier habe ich dann durch Zufall als Quereinsteiger das Thema Online-Marketing für mich kennen und lieben gelernt. 2015 war ein Punkt erreicht, an dem im Raum stand, ob ich mich selbstständig mache. Und da habe ich gedacht: „jetzt oder nie“.
Ich bin spezialisiert auf die Bereiche Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing. Und selbstständig jetzt seit ziemlich genau zwei Jahren.
Das Schöne ist, dass man im Online-Marketing ortsunabhängig ist, was ja für unsere Region dann auch ganz gut ist.

Ok, danke. Meine Bachelorarbeit dreht sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz und vor allem auch um das Thema „Hunde im Büro“. Neben mir sitzt ja Oskar. Wie lange habt ihr ihn denn schon dabei? Von Anfang an oder kam er erst später dazu?

Oskar war von Anfang an mit dabei. Das hat sich auch so gefügt… Er ist als Welpe zu meiner Familie gekommen. Leider hatten sie dann irgendwann nicht mehr ausreichend Zeit für ihn. Deshalb stand 2015 dann auch im Raum, ob er vielleicht weggegeben wird. Und dann habe ich gesagt: „Das geht auf gar keinen Fall, dass er unsere Familie verlässt.“

Ja, das verstehe ich.

Und deshalb habe ich ihn dann zu mir genommen. Es hat halt direkt gepasst, als ich mich auch selbstständig gemacht habe. Und somit ist er von Anfang an dabei.

Ulrike Hahn Interview über BürohundeOk, cool. Wie hat er sich denn in deinen Arbeitsalltag integriert? Meinst du es wäre viel anders, wenn er nicht da wäre? Weil du musst mit ihm natürlich auch mal rausgehen. Wie bringt der Hund sich so ein? Wie läuft dein Tagesablauf hier so ab?

(lacht) Also wenn wir mit den positiven Sachen starten wollen, ist es natürlich ganz klar schön, dass hier jemand ist, der zwischendurch mal ankommt und gekuschelt werden möchte…
Ich versuche immer spätestens nach vier Stunden mit ihm raus zu gehen. Dann hat man selber die Möglichkeit auch mal ein bisschen runter zukommen, frische Luft zu schnappen. Wir haben ja auch gleich das Wasser in der Nähe.
Wenn schönes Wetter ist, gehe ich mit ihm auch zu Fuß schon zur Arbeit. Sodass man dann besser in den Tag starten kann und schon wach und fit ist. Das würde man sonst auch nicht machen.
Es ist natürlich organisatorisch auch manchmal schwierig, wenn man Termine hat, wo er dann nicht mit kann oder so. Dass man ihn dann trotzdem immer mit eintakten muss, wie mit einem Kind letztendlich. Aber eigentlich ist er immer fast immer mit.
Es ist natürlich für ihn auch toll – so ist er immer mit dabei. Ich nehme ihn auch mit zu Kundenterminen, wenn es passt.

Ja, das wäre meine nächste Frage gewesen. Ihr habt ja sehr viel persönlichen Kontakt, vor allem zu Kunden. Wie reagieren die denn darauf, wenn ein Hund ihnen entgegen kommt.

(lacht) Also, wenn ich zum Kunden fahre, kläre ich das natürlich im Vorfeld ab. Aber da ist er eigentlich immer ein gern gesehener Gast. Und wenn die Kunden hierher kommen, hatte ich es erst einmal, dass Oskar das nicht so mochte. Also dass er dann auch geknurrt hat. Aber da hat man auch gemerkt, dass da das Zwischenmenschliche auch nicht stimmte. Also ich glaube, Hunde haben da schon einen ganz guten Riecher.

Ansonsten habt ihr ja auch ein Gitter hier, wenn die Kunden das irgendwie nicht mögen, richtig?

Genau. Dadurch, dass er halt die ersten Jahre im Haus meiner Eltern Sheriff war, muss ich ihm das immer noch ein bisschen abtrainieren. Deshalb kann ich ihn leider nicht komplett frei laufen lassen. Aber du hast ja gesehen, er ist dann sehr schnell auch wieder entspannt.

Ja. Mit Leckerlies geht das ja anscheinend. (lacht)

(lacht) Ja, genau.

Hast du dich denn im Voraus schon mal mit der Wirkung von Hunden auf Mitarbeiter, oder Menschen an sich, ein bisschen auseinander gesetzt? Oder erst mit der Webseite des Bundesverband für Bürohunde e.V.?

Also dass Tiere eine positive Wirkung auf Menschen haben ist, denke ich, ja allgemein geläufig. Ich glaube aber, dass ich durch den Bürohund e.V. noch etwas aufmerksamer wurde, bewusster drüber nachgedacht habe und mich gefragt habe „Ok, was hat das eigentlich genau für eine Wirkung auf Mitarbeiter?“.

WEBTIMUM Bürohund Oskar im interviewWürdest du dem auch hundertprozentig zustimmen, was auf der Seite steht? Also dass es den Blutdruck ein bisschen senkt, dass man runter kommt, wenn man Hunde streichelt vor allem. Also die Anwesenheit reicht ja schon, aber dass man wirklich, wenn ein Hund dabei ist, entspannter ist.

Ich hab mich das auch am Anfang gefragt „Blutdruck senken und so weiter. Ist das nicht etwas weit hergeholt?“. Aber ich glaube es kommt darauf an, wie sehr man den Hund an sich ranlässt tatsächlich.
Man merkt aber auf jeden Fall – da muss man dann auch aufpassen – wenn man ihn ein bisschen streichelt und er so entspannt da liegt, dass man nicht selber mit einschläft. (lacht) Aber es hat wirklich eine entspannende Wirkung. Und vor allem auch dieses mit ihm zusammen raus gehen und eine viertel Stunde spazieren, was man sonst eigentlich nicht machen würde. Das tut auf jeden Fall gut.

Ja, wir haben ja gerade schon über den Bundesverband Bürohunde e.V. gesprochen. Du hast ja WEBTIMUM auch offiziell als „hundefreundlichen“ Arbeitgeber da registriert. Wie siehst du das denn? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitgeber-Attraktivität und dem, sagen wir Benefit, dass man Hunde mit auf Arbeit nehmen kann?

Ich glaube für Hundehalter ist das ein riesengroßer Vorzug. Es ist sicher für jeden Hundebesitzer ganz schlimm, das Tier acht-neun Stunden zuhause alleine zu lassen. Wo sich dann ja auch die Frage stellt „Schaffe ich mir überhaupt einen Hund an?“. Also ich glaube, dass das da ein riesiger Pluspunkt für den Arbeitgeber ist, auch um Mitarbeiter zu gewinnen.
Natürlich kommt es immer noch darauf an, was das für ein Tier ist. Zum Beispiel bei Oskar wäre das auch so die Frage: „Versteht er sich mit anderen Hunden?“, wenn dann dort auch mehrere rumlaufen. Muss man dann natürlich immer gucken.
Und wie ist das mit den Leuten, die kein Tier mitbringen? Finden die das auch so toll? Ich glaube, das ist dann ganz individuell. Aber zum Beispiel Cerrin, die hier auch mitarbeitet, die ist auch ein riesen Freund von Oskar.

Es muss halt passen, ne?

Genau.

Gibt es etwas, was wir noch nicht angesprochen haben, was du aber unbedingt noch erwähnen möchtest?

Wir sind bisher die Einzigen in Greifswald, die einen Bürohund registriert haben und ich weiß aber auch, dass es mehrere gibt. Ich bin natürlich ein bisschen stolz, die Erste gewesen zu sein und habe direkt mal wieder die Greifswald-Fahne hochgehalten. Aber ich denke da könnten sich durchaus noch mehr Leute registrieren.

Würdest du denn die Anderen dazu ermutigen, dass sie sich da registrieren? Dass sie auch wirklich so auftreten, als „hundefreundlich“?

Ja. Das ist ja auf jeden Fall auch wieder ein Aufmerksamkeits-Pluspunkt. Ich glaube grade in Mecklenburg-Vorpommern war kaum jemand dort registriert.

In Stralsund war, glaube ich, auch nur eine Firma registriert.

Ja, stimmt.

Gut. Dann würde ich mich jetzt für das Interview bedanken. Dankeschön!

Ich danke auch!


Bürohund Oskar freut sich über Interview

 

Wenn ihr euch mit dem Thema Bürohund noch etwas mehr beschäftigen wollt oder euch sogar selbst als hundefreundlichen Arbeitgeber registrieren möchtet – ganz gleich welche Branchen – schaut doch mal auf der Website des Bürohunde e.V. vorbei.

Wir bedanken uns auf jeden Fall nochmals bei Ulrike Hahn für das tolle Interview und wünschen dir für deinen Abschluss alles alles Gute!