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Recap: hashtag.business Vol. 3 2017

Das war die hashtag.business 2017

Es war ein Tag voller inspirierender Vorträge rund um Social Media Marketing – die hashtag.business Vol. 3 am 20. Juni 2017 in Köln. Social-Media-Verantwortliche aus großen deutschen Unternehmen gaben uns Einblicke in ihre Erfolgsrezepte. Im Folgenden seht ihr die für mich wichtigsten Punkte kompakt einmal zusammengefasst.
Nun gilt es, diese Eindrücke in das eigene Marketing und natürlich in das unserer Kunden einfließen zu lassen. Sicher sind auch für euch ein paar neue Ideen dabei oder Altbekanntes nochmals auf den Punkt gebracht. Viel Spaß beim inspirieren lassen.

Die hashtag.business 2017 kompakt zusammengefasst

Deutsche Bahn – Nico Kirch

Beeindruckender Ansatz – so lautet die Content-Strategie für die digitale Kommunikation bei der Deutschen Bahn:

„Wir gewinnen die richtigen Kunden, sprechen ihre Bedürfnisse gezielt an, kommunizieren individuell und schaffen konkreten Nutzwert mit all unseren Inhalten.“

hashtag.business Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn über ihr Social Media Marketing

Viele meckern tagtäglich über die Deutsche Bahn. Und trotzdem kann man cooles Social Media Marketing machen! Statement von Nico Kirch:

„Wir werden mit Twitter oder Facebook nicht dafür sorgen, dass es weniger Verspätungen gibt.“

Und trotzdem kann man sich eine tolle Community in den sozialen Netzwerken aufbauen!

Die Deutsche Bahn hat bei ihrem Social Media Marketing dieses Credo definiert:

  • Verkaufsorientierung
  • Dynamisch vollständige Inhalte
  • Verständlichkeit
  • Offenheit
  • Konsistenz (überall die gleichen Inhalte)
  • Freundlichkeit
  • Persona-Orientierung
  • Relevanz
  • Empfehlungsmarketing

Im Hause DB stehen die „Geschichten“ im Vordergrund. Hier werden erst die Themen gesammelt und dann spannende Stories kreiert. Deshalb gibt Nico Kirch einen ganz deutlichen Impuls an alle Social-Media-Beauftragten:

„Die Story steht im Mittelpunkt, nicht die Kanäle!“

Mein persönliches Wort des Tages kommt übrigens auch von Nico Kirch: „Mehrverkehr“. 🙂

Würth Elektronik – Christopher Becht

In diesem Vortrag bekamen wir einen spannenden Einblick in die Social Media Welt im B2B. Die wohl größte Herausforderung im Hause Würth ist die internationale Strategie und Kommunikation. So galt es hier eine einheitliche Strategie zu finden, die global gültig ist. Hierfür definierte das Unternehmen ganz genau: Was ist zulässig bei der Marke und was nicht? Klingt banal – aber es ist schon allein wichtig, zu definieren wie das Wort „Elektronik“ im Markennamen international gehandhabt wird – immer mit „k“ oder auch mal mit „c“?

WEBTIMUM trifft Martin Horst von 13 Grad

WEBTIMUM trifft Martin Horst von 13 Grad

Brigitte – Florian Meyer

Interessante Einblicke in die Digitalisierung einer Traditionsmarke gab uns Florian Meyer. Das vier Mann/Frau starke Social Media Team des Magazins arbeitet unter dem Motto „WIR.SIND.DU“ und hat sich als Hauptziel mehr Website-Besucher auf die Fahne geschrieben. Wie sie das erreichen? Hauptsächlich über die Facebook-Seite. Laut Florian dienen die anderen Social Media Kanäle überwiegend, um die Zielgruppe zu verjüngen.

  • 86 % = Facebook
  • 14 % = Andere Social Media Kanäle

Beeindruckend: Seit Juli 2015 konnte die Anzahl der Facebook-Fans um 500 % gesteigert werden. Ehrlicherweise aber nicht nur über die organischen Beiträge.

Die erfolgreichsten Formate bei der Brigitte: Facebook-Live-Folgen. Spannend fand ich besonders die Info, dass das Team bei der Video-Erstellung nach wie vor auf eher leihenhaftes Equipment setzt. –> „Bloggerstyle, authentisch, persönlich“.

Lediglich zwei Studio-Leuchten seien kürzlich dazu gekommen, um für besseres Licht zu sorgen.

Ein weiterer interessanter Aspekt: Bis Anfang 2015 wurden die Nutzer von der Brigitte noch auf sämtlichen Kanälen mit „Sie“ angesprochen. Das Ziel sei es aber, die Sprache der Userin zu sprechen und da gehört das „Du“ natürlich auch dazu.

Die Goldenen Regeln / Das Erfolgsrezept von Brigitte

  1. Wecke Emotionen
  2. Kommuniziere auf Augenhöhe
  3. Löse die Probleme deiner User
  4. Höre deinen Nutzern gut zu
  5. Sei offen für Neues und wage Experimente

Deshalb sollte man laut Florian auch immer wieder die neuen Netzwerke ausprobieren und Erfahrungen sammeln.
Sein ultimativer Tipp: Schneller sein / werden.

Christian Solmecke – vom Anwalt zum YouTube-Star

WEBTIMUM trifft RA Christian Solmecke

WEBTIMUM trifft RA Christian Solmecke

Der Promi unter den Anwälten verriet uns seine Erfolgsbausteine:

  1. Website
    Hier veröffentlicht er viel zu tagesaktuellen Themen und versieht die Beiträge mit seinem persönlichen Statement.
  2. YouTube
    Aktuell 110.000 Abonnenten und 20 Mio. Videoaufrufe!
  3. Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  4. Facebook
  5. PR-Arbeit
    Besonders wichtig ist es, schnell zu sein!

Sein klares Statement:

„Das Wichtigste ist, dass ihr MORGEN loslegt!“

Summer Breeze Open Air – Roman Hilser

Interessant zu sehen, mit welchen Ansätzen man ein Metal-Festival in den sozialen Netzwerken promoten kann. Roman Hilser hat uns seine drei goldenen Regeln verraten:

  • Doing by Doing
  • Learning by Doing
  • Learning by Learning

🙂

Die Bundeswehr – Dirk Feldhaus

Was ich vorher noch nicht wusste: Unter dem Motto „Die perfekte Imperfektion“ hat die Bundeswehr eine eigene YouTube Reality Serie gedreht. Dirk Feldhaus erzählte uns von dem Weg der Idee bis zu den Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Man kann auf jeden Fall gespannt sein! Schon bald soll die Serie bei RTL 2 ausgestrahlt werden.

Die hashtag.business wurde untermalt von wundervollen Sketchnotes

Die hashtag.business wurde untermalt von wundervollen Sketchnotes

Sein bester Tipp: Bei den umprofessionellen und verwackelten Handy-Aufnahmen hatten die Videos eine drei bis vier mal so hohe Reichweite, als bei den professionellen Videos.

Weitere Statements bei der hashtag.business Vol. 3

In der Diskussionsrunde kam für mich eine weitere sehr gute Aussage – Kai Thrun:

„Könnten wir diesen Post auch in einem anderen Haus posten? Wenn ja, ist es kacke.“

Klingt banal – sollte man aber bei seinen Social Media Beiträgen öfter mal drüber nachdenken…

Benedikt Böckenförde von Visual Statements erzählte übrigens, dass Einhörner out seien und der nächste Trend die Pinguine sind… Kann ich mir kaum vorstellen, aber ich bin gespannt, ob es sich bewahrheitet. 😉

 

 

Das war die erste und hoffentlich nicht die letzte hashtag.business Konferenz für mich. Ich sende an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an artaxo, bei denen ich das Ticket gewonnen habe!

Auch wenn man bei solcherlei Veranstaltung selten etwas weltbewegend Neues erfährt – es ist immer gut, aus dem Erfahrungsschatz erfolgreicher Menschen zu lernen, sich inspirieren zu lassen und vor allem immer wieder die wirklich wichtigen Dinge unter die Nase gerieben zu bekommen. Neben den Vorträgen sind natürlich auch die persönliche Gesprächen mit den anderen Konferenz-Teilnehmer immer ein Highlight – wenn nicht sogar DAS Highlight!

Ich freue mich, dass ich dabei sein durfte und bin schon jetzt gespannt, wer nächstes Jahr auf der hashtag.business sprechen wird!

Zu guter Letzt:

Es gibt sogar einen offiziellen – wenn auch kurzen – After-Movie von Felix Beilharz:

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Nun wünsche ich euch viel Spaß bei der Umsetzung eurer eigenen Social-Media-Strategie. Und wenn ihr doch Hilfe braucht, wisst ihr ja an wen ihr euch wenden könnt. 🙂 Dann einfach hier bequem zu uns Kontakt aufnehmen.

Herzliche Grüße,
Eure Elisabeth Möbius

PS: Von der hashtag.business in Köln bin ich übrigens direkt weiter nach Berlin gefahren um eine spannende Konferenz zum Thema Online-Marketing zu besuchen. Hier geht’s zu meinem Recap zur OMLIVE 2017.

2018-06-25T16:23:11+00:00 Social Media|

Ein Kommentar

  1. Kai Thrun 25. Juli 2017 um 13:46 Uhr - Antworten

    Danke für die Erwähnung. Das regelmäßige Resetten des eigenen Handeln empfinde ich als wichtigen Punkt, sonst vergisst man die Basics irgendwann 🙂

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